Braunschweig - Geschichte

Seit der Stadtgründung durch Heinrich den Löwen wurde Braunschweig über die Jahrhunderte durch die Welfen und die Hanse geprägt. Das Mittelalter wird hier in den verwinkelten Gassen des Magniviertels mit kleinen Fachwerkhäusern oder auf dem Burgplatz mit seinen historischen Gebäuden erlebbar.

Residenz- und Kaiserstadt der Welfen

In der Stadt Heinrichs des Löwen ist das Mittelalter auch heute gegenwärtig. Der bronzene Löwe, den der Welfenherzog als erste freistehende Plastik nördlich der Alpen auf dem Burgplatz errichten ließ, ist bis heute das Wappentier der Stadt. Die Burg Dankwarderode, der Dom St. Blasii und die alten Wallanlagen erinnern noch heute an die Herrschaft Heinrichs des Löwen und seines Sohns Otto IV. Beide Welfen wählten Braunschweig als Residenz und bauten die Stadt als mächtiges Handelszentrum aus. Nachdem Otto IV. 1209 in Rom zum Kaiser gekrönt wurde, rückte Braunschweig als Kaiserstadt, als „urbs regia“, in den Blickpunkt Europas. Bis ins 20. Jahrhundert blieb die Stadt mit einer Unterbrechung Residenz der Welfenherzöge. Sie förderten zahlreiche Innovationen in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft und trugen so zur prosperierenden Entwicklung der Stadt bei.

Durch die Hanse bis in alle Welt bekannt

Als wichtige Handelsstadt war Braunschweig Gründungsmitglied der Hanse. Weitgereiste Händler und die hier angesiedelten Kaufleute gestalteten nachhaltig das Stadtbild. Vom Reichtum der Löwenstadt während der Hansezeit zeugen noch heute einige Gebäude, zum Beispiel das Ensemble am Altstadtmarkt mit dem gotischen Altstadtrathaus, der ersten bürgerlichen Kirche St. Martini sowie dem Gewandhaus der Tuchhändler. Zu einiger Berühmtheit brachte es die Braunschweiger Mumme, damals je nach Brauart ein schwach bis stark alkoholhaltiges Bier. Aufgrund ihrer stärkenden Wirkung und langen Haltbarkeit wurde die Mumme als Proviant für die langen See- und Entdeckungsreisen des 15. und 16. Jahrhunderts verwendet und über den Seeweg sogar bis in „beide Indien“ verschifft. Heute ist die Braunschweiger Mumme ein dickflüssiges alkoholfreies Getränk, mit dem Speisen und Getränke verfeinert werden.

Braunschweig – Stadt der hellen Köpfe

Welfen und Hanse prägten die Stadt und mit ihnen über die Jahrhunderte viele helle Köpfe wie Lessing, Gauß, Spohr, Raabe, Dedekind und Büssing. Vor 80 Jahren erhielt Agnes Pockels für ihre Forschungen in der Oberflächenchemie die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Braunschweig – als erste Frau in Deutschland überhaupt. Heute sind die Löwenstadt und die Region mit ihren enormen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an international renommierten Instituten weltweit Spitze, 2007 wurde Braunschweig zur „Stadt der Wissenschaft“ gekürt. Wissenschaft aus Braunschweig begegnet Ihnen übrigens zu jeder Zeit, denn die Atomuhr der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) bestimmt deutschlandweit die Zeit.

 

News

Die Team-EM in Braunschweig hat begeistert

22.06.2014 - Die Team-EM in Braunschweig hat begeistert
26.000 Zuschauer feierten am Wochenende bei der Team-Europameisterschaft in Braunschweig die europäische Leichtathletik und das deutsche Team. Entsprechend zufrieden waren auch die Gesichter der Verantwortlichen bei der abschließenden... mehr »

Tag 2: Deutschland gewinnt zum zweiten Mal die Team-EM

22.06.2014 - Tag 2: Deutschland gewinnt zum zweiten Mal die Team-EM
Die deutsche Leichtathletik-Nationalmannschaft konnte am Sonntag zum zweiten Mal nach 2009 die Team-Europameisterschaft für sich entscheiden. Mit 371 Punkten setzte sich das DLV-Team in Braunschweig gegen Russland (359,5) durch. 15.000... mehr »

Tag 1: Deutschland knapp vor Russland

21.06.2014 - Tag 1: Deutschland knapp vor Russland
Es wurde der erwartete Zweikampf am ersten Tag der Team-Europameisterschaft in Braunschweig. Nach 21 von 40 Disziplinen führt Gastgeber Deutschland mit 195 Punkten knapp vor Titelverteidiger Russland (192). mehr »